Jetzt hab ich sie vor mir. Strahlend und riecht beinahe noch frisch: Unsere neue Website. Ich gehöre zu den Auserwählten, die sie vor Veröffentlichung schon sehen dürfen – schließlich habe ich mitgearbeitet. Monatelange Entwicklung liegt hinter ihr (und uns). Und während ich mich so durchklicke, gehen meine Gedanken auf Wanderschaft: Wie wir zu Beginn des Jahres als Gemeinde entschieden, uns ein neues Aushängeschild im Internet zu geben. Wohl wissend, dass wir alle Laien auf diesem Gebiet sind. Aber auch wissend, dass wir Jemanden zur Seite haben werden, der dies nicht zum ersten Mal macht, der uns durch diesen Prozess führt, uns anleitet und uns an seinem Wissen und Können Anteil haben lässt (Michel, wir danken Dir!). Im Vertrauen auf unseren Gott und der Freude am Neuen, Kreativen haben wir uns auf den Weg gemacht. Ein Weg, der gleichzeitig auch das Ende Vorgängerwebsite bedeutete, die sich nach mehr als 20 Jahren das Recht „erarbeitet“ hat, nun in den Ruhestand zu gehen. Manches wurde nicht mehr ausreichend gepflegt, vieles sah doch schon etwas angestaubt aus. Und während meine Gedanken wandern, denke ich an die Zeilen, die Paulus vor 2000 Jahren an die Gemeinde in Korinth schrieb: „Das Alte ist vergangen, siehe Neues ist geworden“ (2. Kor. 5 / 17, Basisbibel) Ja, genau so ist es. Nicht „aus alt mach neu“, sondern ganz und gar neu, über viele Monate Gedanken, Ideen, Umgesetztes, Ringen um Verbesserungen – können wir das so machen? Als Team hatten wir ein Ziel: Unseren Mitmenschen weitergeben, wie großartig es ist, mit unserem guten Vater im Himmel zu leben. Und ich hoffe, dass genau dies unserer Website auch abzuspüren ist.

Zurück ins Hier und Jetzt: Ich klicke auf einen Link – und nichts passiert. Schade, hier fehlt noch Inhalt. Da müssen wir noch weitermachen, einiges bleibt noch an Arbeit. Wie so oft in unserem Leben. Denn der von Paulus entlehnte und zitierte Text wurde von ihm nicht anlässlich der Neuentstehung einer Website geschrieben – mancher wird es sich gedacht haben –, sondern als Erklärung für den Prozess des Christwerdens benutzt und lautet folgendermaßen: „Wenn jemand zu Christus gehört, gehört er schon zur neuen Schöpfung. Das Alte ist vergangen, Neues ist entstanden!“ Ebenso wie unsere Website sind wir noch nicht fertig. Sozusagen „work in progress“. Neu ja, schön ja, aber perfekt nicht. Und obwohl Fehler inklusive, trotzdem neu.

Auch Du, lieber Leser, der Du Jesus vielleicht noch nicht näher kennst, aber hier gelandet bist, Dich von etwas angesprochen (oder angesprungen) fühlst, vielleicht auch auf der Suche bist: Du kannst „neu“ werden. Jesus möchte, dass Du das weißt! Und wenn Du Dich fragst, was das bedeutet und wie das aussehen kann, würden wir uns freuen, wenn Du Jemanden findest, der Dich auf diesem Weg begleitet, so wie wir jemanden gefunden haben, der sich mit Webseite-Programmierung auskennt und der uns auf unserem Weg zu diesen Seiten begleitet hat. GOTT sei Dank!

Der Kanal von Korinth – in der Nähe der Stadt, an deren Gemeinde Paulus die Zeilen schrieb

Text: Dirk Ritter